Über Normen im Liftbau

Bernhard Emch ist Geschäftsleiter der Aufzugfirma EMCH und spricht im Interview über Sicherheit und Normen im Liftbau, den Spielraum im dichten Normennetz sowie über geteilte Verantwortung.

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Für Passagiere ist der Lift das sicherste aller Fahrzeuge — dies rührt nicht zuletzt von der geteilten Verantwortung durch Aufzugsfirmen, Hauseigentümer, Servicefirmen und dem Staat als Hüter. Es gibt eine Aufzugsverordnung mit detaillierten Regelungen, die die Schweiz komplett von der EU übernimmt.

 

Für die Liftfirma EMCH wirken sich solche Normen zu 90% auf Planung und Prüfungsverfahren und nur zu 5% auf Bau und Ästhetik aus. Da die Firma EMCH Spezialanlagen baut, haben wir Spielraum in Bezug auf die Normen. Wir stimmen stets Raum, Technik und Konstruktion aufeinander ab. Aber jede Einzellösung muss die Norm einhalten, weshalb jeder Lift auch einem präzisen Prüfungsverfahren unterliegt. 

Normen sind nicht nur einschränkend, im Gegenteil, sie können Neuerfindungen antreiben, die mit der Zeit zum Standard werden. Eine Veränderung von Normen hat nicht nur Auswirkungen auf den Neubau, sondern auch auf die Renovation und den Service, und ist dementsprechend kostenintensiv.

 

Nachdem der Lifthersteller den Lifteinbau abgeschlossen hat, übergibt er dem Hauseigentümer die Verantwortung für den sicheren Betrieb und dieser ist danach auch haftbar. Wir machen selbstverständlich bei Wartungsarbeiten auf Mängel aufmerksam und stehen grundsätzlich jeder Eigentümerin und jedem Eigentümer auch für nicht von EMCH gebaute Anlagen zur Verfügung. 

 

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